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Erich Bödeker beginnt sein Schaffen - wenn auch
nicht sein künstlerisches - 1918 im Bergbau im
Ruhrgebiet. 1959 wird er wegen Silikose zum Frührentner
und übernimmt danach Arbeiten als Hausschlachter
und Landwirt. In dieser Zeit fängt er auch mit
den Arbeiten an seinen naiven Holz- und Betonplastiken
an, die treffsicher Menschen und Tiere darstellen. Treffsicher,
weil sie witzig und ernst, wiedererkennbar und verwirrend,
schelmisch und hintergründig zugleich sind.
Die Technik der Arbeiten ist einfach: In die Holz-
wie die Betonskulpturen arbeitet er Fertigteile ein,
der Beton wird über einem Holzkern geformt und
stets sind die Figuren farbenfroh und ausdrucksstark.
Kraft und Eigenständigkeit zeichnet sowohl die
Tier- als auch die Menschenskultpuren aus. Oft stellt
er Menschen verschiedener Berufsgruppen dar, die er
nicht nur erkennbar macht, die er darüberhinaus
auch in einem gewissen Sinne kommentiert. Er gibt ihnen
Charaktereigenschaften mit.
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