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Friedrich Gerlach steht deutlich in der Tradition der
Art Brut, besonders der Visionay Art. Er macht in seinen
Bildern, die er "Nachtgesichte" nennt, Ängste
und Alpträume in surrealistischen Überhöhungen
bewusst.
Der Bergmann aus Herten, malt Labyrinthe, die sich,
Stollen ähnlich, in unermesslicher Tiefe verlieren.
Er malt den nächtlichen Schein der Hochöfen.
Er malt unheimliche Erscheinungen, vor und in denen
der Mensch klein und verloren dem Untergang geweiht
zu sein scheint.
Mit spitzem Pinsel fixiert er jene unheimlichen Traumbilder,
wie sie ihm abends kurz vor dem Schlafen erscheinen.
Dazu sagt er selbst: "Gewiss sind Traumbilder
oftmals Angst erregend, doch sie können auch beglücken.
Sie sind das Negativ des wachen Erlebens." So sind
seine Arbeiten für ihn zugleich Bilder des Mutes,
er stellt sich seinen Alpträumen und besiegt so
ihre quälenden und lähmenden Kräfte.
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