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Er malt meist nach Vorlagen, das können Bücher
über Schlachten sein, die Regenbogenpresse, Modekataloge,
die Zigarettenbilder oder Werbeplakate. Seine Bilder entstehen
auf Papierbogen, die größer sind als der kleine
Maltisch, über den sie hinunterhängen. Wegen seines
schlechten Augenlichts beugt sich Wittlich beim Malen dicht
über das Papier, so daß er das Bild als Ganzes
beim Malen gar nicht überblicken kann. Daher erklären
sich die Verschiebungen und Verschachtelungen in seinen Bildern.
"Die Virtuosität der Gestaltung, das harmonische
Zusammenspiel von Farben und Formen, die Dynamik der Kompositionen
machen das Schauen zum Genuß, einem Genuß allerdings,
der durch die Überdeutlichkeit der Mittel und der Übersteigerung
der Bildrethorik gleichzeitig nachhaltig irritiert wird. Beim
Schauen auf das Schlachtengetümmel oder die Frauenbildnisse
baut sich so immer ein Zwiespalt zwischen Faszination und
Entrüstung auf, eine Spannung zwischen Genuß und
Erkenntnis", schreibt Markus Landert in seinem Beitrag
"Josef Wittlich - die Aktualität seiner Bilder"
im Katalog "Josef Wittlich", der 1996 im WachterVerlag
erschienen ist.
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