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Am 8. Oktober 1902 wird Max Raffler in Greifenberg am Ammersee
geboren. Die Eltern sind bodenständig, Bauern, der Vater
über viele Jahre Bürgermeister des Dorfes. Max besucht
die Volksschule, bleibt in seinem Dorf leben und übernimmt,
als seine Eltern sterben, den Bauernhof. Dort lebt er mit
seinen beiden Schwestern bis zu seinem Tod 1988.
Schon das Kind Max malt gerne: Jedes Jahr wünscht er
sich zu Weihnachten das Gleiche, einen Malkasten, wird berichtet.
Doch seine Liebe zur Malerei wird von den Eltern nicht recht
geteilt, noch verstanden. Papier wurde nicht eigens dafür
gekauft, so malt er auf Packpapier, zurechtgeschnittenen Papiersäcken
und ausgedienten Formularen aus der Bürgermeisterei des
Vaters - einfach über die geschriebenen oder gedruckten
Texte. Doch viele sind von diesen frühen Bildern nicht
erhalten: Wenn sich wieder zuviel bemaltes Papier angesammelt
hat, wird es verbrannt, da sind die Eltern ganz pragmatisch.
Doch unbeirrt vom Unverständnis seiner Umgebung und von
der Meinung seiner Familie malt er weiter seine Bilder, ein
authentischer naiver Künstler. Der junge Bauersmann hat
dafür immer nur die Abendstunden und die Sonntage, sonst
geht die Arbeit auf dem Hof vor.
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