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Dann wird ein Nachbar auf die Bilder aufmerksam, aus einem
werden viele, und schließlich stößt Max Raffler
auf viele Jahre anhaltende Anerkennung und Nachfrage.
Wie alle echten naiven Künstler malt Max Raffler, was sein
persönliches Leben umgibt und ausmacht: bäuerliche Arbeiten
und Gebräuche, Festtage und Prozessionen, Landschaften, Blumen
und Wiesenkräuter, Tiere auf dem Hof und in der Natur. Seine
Themen bleiben zunächst seiner ländlichen Umgebung mit ihrer
reichen Tradition im Kunsthandwerk und der schönen Landschaft
verhaftet. Schließlich wendet er sich auf Anregung eines Pfarrers
aus der Umgebung biblischen Geschichten zu. Die tiefe Verbundenheit
zu seinen Sujets merkt man Rafflers Bildern an. Betrachtet
man heute sein Werk, so fühlt man sich an die Volkskunst vergangener
Zeiten erinnert. Doch gemahnen manche seiner Landschaftsaquarelle
in Abstraktion und Farbkraft an die Expressionisten: ziegelrote
Dächer leuchten aus dem tiefen, frischen Grün der weiten,
wiesenbewachsenen Berge. Wie auch im Werk von Josef Wittlich
(link auf Josef Wittlich) lassen sich hier unbewusst Annäherungen
an die Entwicklung der modernen Kunst erkennen. Max Raffler
gehört zu den bekanntesten deutschen naiven Malern, seine
Aquarelle finden sich heute in vielen Sammlungen.
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