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Minna Ennulat erblickt 1901 im ostpreußischen
Balschdorf das Licht der Welt. Ihre Eltern sind Landwirte,
Minna erlernt den Beruf der Wirtschafterin und führt
mehrere Jahre einen Gutshaushalt in Ostpreußen.
Die Zeit trifft ihre Generation hart: zwei Weltkriege,
zweimal eine schreckliche Flucht. Zweimal verliert die
Familie Hab und Gut, beim zweiten Mal auch die Heimat.
1945 flieht Minna Ennulat mit Ihrer Familie mit dem
Treck über das gefrorene Haff von Ostpreussen nach
Schleswig-Holstein. Schließlich landet die Familie
in Hessen, wo sie sich wieder einrichtet. Weil sie so
arm ist, bemalt Minna dort Lampenschirme und Türen
des Hauses.
Die Erinnerung an ihre ostpreußische Heimat lässt
Minna Ennulat nie los. Viele ihrer Bilder, bei denen
sie Emaillelackfarben auf verschiedenen Gründen
verwendet, handeln vom früheren Leben in Ostpreußen.
Später kommen Architektur- und Landschaftsdarstellungen
ihrer neuen Heimat dazu. Die Öffentlichkeit wird
auf sie aufmerksam, als sie 1972 den 2. Preis beim Malwettbewerb
"Schiffe und Häfen" der Zeitschrift "stern"
mit einem Hamburg-Bild gewinnt.
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