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Die Bilder Minna Ennulats sind vor allem Erinnerungsbilder;
sie sind poetisch, aber frei von Sentimentalität.
Dafür sind sie klar im Bezug zu tatsächlichen
Begebenheiten, Umgebungen, sogar einzelnen Gutshäuserns
ihrer Heimat. Dabei "malt sie nicht ab". Vielmehr
fallen die Sorgfalt in Bildaufbau und Formensprache
auf. Sie führt das dargestellte Leben und die Situationen
auf Grundformen zurück, mit denen sie sich eine
Typologie schafft.
Mensch, Pferd, Hund, Fisch, Haus, Boot, Kirche, Baum
und Blume werden nicht naturalistisch wiedergegeben,
sondern zu "Typen" abstrahiert. Aus ihren
Bildern scheint das helle Sonnenlicht der Sommer in
Ostpreussen zu strahlen, das Minna Ennulat in ihrer
Erinnerung wärmt. Klar und strahlend wirken dabei
auch die Farben, die sie ungebrochen aufeinander und
nebeneinander gesetzt: reines Rot, reines Gelb, reines
Blau. So gehört Minna Ennulat zweifelsfrei zu den
authentischen Vertreterinnen der Naiven Kunst (link
auf Text Naive Kunst, Art Brut etc.).
Minna Ennulat stirbt 1985 in Hadamar.
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