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11. Februar – 28. April 2007 Josef Wittlich (1903 – 1982) „Mädchen, Mannequins und Megären “ Die für uns bemerkenswerteste Entdeckung in Wittlichs Nachlass war seine intensive künstlerische Auseinandersetzung mit dem weiblichen Geschlecht, zu dem er von Kindheit an ein gestörtes Verhältnis hatte. Der von Natur aus benachteiligte und gehemmt heranwachsende Josef „hat die Schwelle der Pubertät nur in seiner Kunst überschreiten können. Ein realer Kontakt oder gar eine echte Beziehung zum anderen Geschlecht war für ihn nie herstellbar. Die Frau wurde ein Idol, das in seiner unerreichbaren Ferne seine Liebe und seinen Haß herausforderte. Das Pin-up-Girl, die Seemannsbraut, die Pennälervorlage, all diese Surrogate einer ersehnten Partnerin waren das Äußerste, dessen Wittlich habhaft werden konnte. Im allgemeinen mußte er sich mit Kaufhauskatalogen begnügen. Kein säbelschwingender Soldat ist so furchterregend in Wittlichs Bildern wie eine grinsende Megäre, kein Mann wird so bewundert wie ein Mannequin. „Angst“ und „Staunen“, das wußte man schon in der Antike, sind die Quellen der Kunst.“ (Josef Krimmel im Katalog zur Ausstellung „Josef Wittlich“, Mathildenhöhe Darmstadt, 1982). Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag am 11. Februar von 11 -17 Uhr und zum Besuch der Ausstellung währendder Laufzeit laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. |