kunstgenuss :: über art brut

Naive Kunst ist eigentlich eine Sammelbezeichnung für künstlerische Arbeiten von Autodidakten, vorwiegend in der Malerei. Diese Arbeiten zeichnen sich oft durch betont einfache, phantasievolle Wahl der Bildmotive und einen "unbekümmerten" Zugang zur Kunst aus.


Die SchlumperDie "Blütezeit" der naiven Kunst sind die 1960er und 70er Jahre - und sie traf auf so große Begeisterung, dass an ihren Rändern auch schnell massenindustrielle "Heile-Welt-Bildchen" auftauchten, die der naiven Kunst ganz zu Unrecht den Ruf als "Sonntagsmalerei" einbrachten.


Die Sujets dieser pseudonaiven, oft routiniert produzierten Arbeiten entstammen öfter bäuerlichen sowie naturbezogenen Erfahrungen.

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Davon abzugrenzen sind die Werke der eigentlichen naiven Kunst, die sich durch hohe Authentizität und die existenzielle Wucht des tatsächlich Naiven (im Doppelsinn von "eingeboren" und von "ungekünstelt, unverdorben") auszeichnen.


Der unbekümmerte, oft selbst-ausgebildete Ansatz der Malerei vereint die verschiedenen Kunstströmungen, die wir in der Galerie Wasserwerk Lange vertreten.


Doch während die naive Kunst öfter Motive aus der gesehenen und erlebten Umgebung wählt, zeichnen sich die Arbeiten der Art Brut oft durch ihre Introspektion, ihre Innensicht auf das Seelenleben der Künstler sowie ihre oft rohe, grobe, äußerst intensive und teilweise nahezu schmerzhafte Formensprache aus.



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